Füreinander laut. Miteinander stark.
Ökumenischer Gottesdienst zur Stuttgart Pride
Unter dem CSD-Motto „Füreinander laut, miteinander stark.“ laden verschiedene kirchliche Organisationen zu einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich der Stuttgart PRIDE ein.
„Das diesjährige PRIDE-Motto stellt das Füreinander in den Mittelpunkt. Christlicher Glaube erinnert daran, dass Gemeinschaft dort wächst, wo Menschen einander mit Respekt und Liebe begegnen, die Würde jedes Menschen achten und sich für gleiche Rechte und Chancen einsetzen. Am Ende des Gottesdienstes singen wir das Schlusslied im Kreis. Anschließend besteht die Möglichkeit zur persönlichen Einzelsegnung“, erzählt Pfarrerin Laura Helmle, Referentin für Theologie und Seelsorge bei der Evangelischen Gesellschaft (eva), die in diesem Jahr den CSD-Gottesdienst verantwortet und ab September die Pfarrstelle an der Paul-Gerhard-Kirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart-West antritt.
„Vergangenes Jahr haben sich die Stuttgarter Regenbogen- und Segnungsgemeinden erstmals an der Demo der Stuttgart PRIDE beteiligt. Für alle, die dabei waren, war das eine tolle Erfahrung. Uns ist es wichtig, auch in diesem Jahr ein Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen und darauf hinzuweisen, dass es in vielen Kirchengemeinden die Möglichkeit einer Segnung queerer Paare gibt“, ergänzt ihr Pfarrkollege Dr. Lukas Lorbeer von der Evangelischen Sarahkirchengemeinde Stuttgart.
Beteiligt am ökumenischen Gottesdienst sind auch der BDKJ Rottenburg-Stuttgart, die Evangelische Jugend Stuttgart (EJUS), die Evangelische Jugendkirche Stuttgart sowie Salz der Erde MCC Gemeinde Stuttgart e. V.
Im Anschluss an den CSD-Gottesdienst laden die Gemeinden dazu ein, sich ihren angemeldeten Laufgruppen bei der Stuttgart Pride anzuschließen. „Als junge Christinnen und Christen sind wir überzeugt, dass alle Menschen von Gott geliebt sind. Wir gehen gemeinsam auf die Straße, um Solidarität zu zeigen und für Akzeptanz einzustehen. Kirche kann und soll ein Ort sein, an dem alle willkommen sind. Unser Segenbogen aus Luftballons in Regenbogenfarben lädt dazu ein, hindurchzugehen und sich Gottes Segen zusprechen zu lassen“, so Viviane Medla vom BDKJ.
Deutlich sichtbar im Demo-Zug ist auch die Laufgruppe der EJUS mit ihren selbstgestalteten bunten Pride-T-Shirts. Das Stuttgarter Asylpfarramt ist mit „Amour sans Frontières“, einer Gruppe für queere Geflüchtete, an der Stuttgart PRIDE beteiligt. „Wir wollen Postkarten mit Landesfahnen der Herkunftsländer und Infos über die dortigen Verfolgungssituationen von Queeren verteilen“, erklärt Asylpfarrer Dr. Sebastian Molter.
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