Das Erbe Von Stonewall - der 100% Mensch Talk zum Pride Month

Quickie vom 18. Juni 2022, eingestellt von StevenStgt
szene : stuttgart  |   In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 widersetzten sich Schwarze und Latina Street Queens, Sexarbeiter*innen, Transgender und Butches in der Christopher Street in New York bei einer Razzia der Polizeigewalt. Zeitgleich starteten lesbische Frauen parallel dazu im nahegelegenen Frauengefängnis eine Gefängnisrebellion und skandierten „Gay Power!“. In New York und bald darauf auch weltweit formierte sich die „Gay Liberation Front“, eine radikal-linke Gruppe, die die komplette soziale und sexuelle Transformation der Gesellschaft forderte und mit anderen Gruppierungen wie der „Black Panther“ Partei oder auch sozialistischen Gruppen Allianzen schmiedete. Silvia Rivera und Marsha P. Johnson gründeten S.T.A.R („Street Transvestite Action Revolutionaries“), eine Gruppe, die sich um obdachlose Jugendliche und trans* Sexarbeiter*innen kümmerte.

Am Ende des „Pride Month“ stellt sich für uns die Frage: Was ist aus dem „Erbe“ von Stonewall geworden? Was wurde aus der Systemkritik? Hat sich der Kapitalismus den Regenbogen einverleibt? Sind wir alle nunmehr Teil einer neoliberalen Verwertungslogik? Welche Personengruppen, welche Themen werden auch heute (wieder) innerhalb der queeren Community marginalisiert und/oder ignoriert? In welche Richtung haben sich unsere CSD-Demonstrationen entwickelt? Welche Impulse können wir aus den „Stonewall Riots“ und der Bewegung von damals für uns mitnehmen? Was wollen wir wieder stärker in den Fokus bringen?

Freut Euch auf eine spannende Diskussion mit Sandra und Faisal (Black Community Foundation Stuttgart), Laura (Queerdenker* e. V.) und Selma (IG CSD Stuttgart e. V.).

Vor unserem Talk zeigen wir einen Kurzfilm von Carina Clay (Künstlerin und Eventmanagerin).

Di. 28.6.2022 | 18.00 Uhr | reBOOTS | Bopserstraße 9 | Stuttgart


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