Umfrage zu Hasskriminalität gestartet

Quickie vom 6. Feb. 2017, eingestellt von StevenStgt
gayrechte  |   Die Erfahrungen von VelsPol haben gezeigt, dass bei der Erkennung und Bearbeitung von Straftaten gegen Minderheiten (gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit) immer noch Defizite in Polizei und Justiz bestehen.
„Wie eine Landtagsanfrage der SPD in Baden-Württemberg (16/ 1140) aufzeigt, ist die Ahnungslosigkeit der Polizei und Justiz in Baden-Württemberg recht groß“, so der Bundes- und Landesvorsitzende von VelsPol Thomas Ulmer.„ Dieses Erfassungsdefizit bezieht sich auch auf die anderen Bundesländer“, so der Landesvorsitzende weiter.

Aus verschiedenen Gründen fehlt es immer noch am Vertrauen der Opfer, bei der Polizei solche Straftaten anzuzeigen. Häufig besteht immer noch die Vorstellung, dass das schwule Opfer von der Polizei in einer sogenannten "Rosa Liste" erfasst wird. Diese Angst hat historische Gründe. Nach der Nazi- Diktatur wurden Homosexuelle in der Bundesrepublik Deutschland immer noch strafrechtlich verfolgt und erfasst. Dies ist unter anderem ein Grund, warum Straftaten aus dem Feld der Hasskriminalität mit den Merkmalen der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität statistisch nicht
in Erscheinung treten. Das Dunkelfeld in diesem Bereich ist - soziologischen Studien nach – extrem hoch.

zur Umfrage » online
» zurück