Der "Kings Club im Exil" schließt seine Pforten

Quickie vom 7. Okt. 2020, eingestellt von StevenStgt
szene : stuttgart  |   Die Corona-Pandemie hat ein weiteres Opfer gefordert.
Laura Halding-Hoppenheit, sonst überschäumend vor Energie und Ideen, hat „die Schnauze voll“. Aufgrund des bestehenden Tanzverbot ist es nicht möglich den Kings Club im Exil weiter zu führen. Der Club muss schließen!

Die Entscheidung ist ihr schwer gefallen, aber sie sieht in der momentanen Situation keine andere Möglichkeit: Ihr Kings Club im Exil, den sie während der Sanierung der alten Räume extra zwischen Tagblattturm und Wilhelmsplatz in einer ehemaligen Spielhalle angemietet und im Juli eröffnet hat, ist seit wenigen Tagen dicht. „Die Kosten explodieren und die illegalen Partys auch“, sagt Laura. Sie habe die Notbremse ziehen müssen, weil sie nicht jede Nacht drauflegen könne. Ohne Tanz funktioniere der Kings Club nicht, der im Februar dieses Jahres 45 Jahre alt geworden ist.
„Solange wir nicht tanzen dürfen, hat es keinen Sinn, abends aufzumachen“, sagt die Wirtin, „jetzt warte ich erst einmal und hoffe auf eine gute Regelung.“ Stuttgart steht vor einem Clubsterben. Für tot erklärt Laura Halding-Hoppenheit das KC aber nicht.

Laura Halding-Hoppenheit hofft, eines Tages zurück in die Räume ihres alten Kings Clubs zurückkehren zu können. An der Sanierung will sie festhalten. Nach der Schließung des KC im Exil wird in der Ausgehszene diskutiert, ob man die Wirtin nicht besser hätte unterstützen sollen, indem man öfter solidarisch in ihr Lokal geht, statt bei illegalen Partys zu feiern.
Quelle: Stuttgarter Nachrichten

weitere Infos » www.kingsclub-stuttgart.de
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